Filesharing: Familienvater haftet nicht für seine Kinder

Für Urheberrechtsverletzungen beim Filesharing werden immer die Inhaber des Internetanschlusses – also oft die Eltern – abgemahnt. Aber wie können sich Eltern dagegen wehren, für Verstöße ihrer Kinder in Anspruch genommen zu werden?

Familienvater soll Film illegal verbreitet haben

Dem betroffenen Familienvater, welcher zugleich der Inhaber des Internetanschlusses war, wurde im Rahmen einer Abmahnung vorgeworfen, einen urheberrechtlich geschützten Film im Internet illegal verbreitet zu haben. Der Rechteinhaber verlangte daher die Abgabe einer Unterlassungsverpflichtungserklärung sowie Schadensersatz und den Ersatz für die entstandenen Abmahnkosten. Der Anschlussinhaber sollte daher insgesamt 1.850 Euro zahlen.

Der Familienvater brachte jedoch vor, dass neben ihm auch seine Frau, sowie seine zwei Kinder und drei andere Mieter Zugriff auf seinen PC haben. Er weigerte sich daher die Unterlassungserklärung abzugeben. Ebenso zahlte er die geforderten Beträge nicht. Daraufhin verklagte ihn der Rechteinhaber. Jedoch verfolgte dieser nur seine Zahlungsbegehren weiter. Der Unterlassungsanspruch wurde gerichtlich nicht mehr geltend gemacht. Das Amtsgericht Ansbach musste den Fall daraufhin entscheiden.

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Gefälschte Filesharing Abmahnungen: Vorsicht bei angeblichen Abmahnungen per E-Mail

Eine Welle von Fake-Abmahnungen verunsichert aktuell tausende Internetnutzer. Den Empfängern wird in einer E-Mail vorgeworfen, illegal Musik oder Filme herunter geladen zu haben. Angehängt ist der E-Mail eine zip-Datei, diese sollte auf keinen Fall geöffnet werden.

Was wird den Nutzern vorgeworfen?

Die gefälschten E-Mails, die aktuell massenhaft versendet werden beziehen sich auf Verstöße gegen das Urheberrecht. Hier ein Beispiel einer solchen Mail, die angeblich von den Rechtsanwälten Rasch stammen soll:

Guten Tag,

Dies ist eine Abmahnung wegen Ihres Verstoßes gegen §19a UrhG am 06.07.2014. Das Musikalbum „Children of Bodom – Halo of Blood“ wurde von Ihrer IP 8.150.231.41 gegen 05:58:59 heruntergeladen. Dies verstößt gegen § 19a UrhG und muss zum zuständigen Amtsgericht Gericht gemeldet werden. Nur die schnellstmögliche Bezahlung eins Strafbetrags von 310.18 Euro kann dies verhindern. Wir erwarten den Zahlungseingang innerhalb der nächsten 48 Stunden. Details finden Sie im angehängten Dokument ………….zip

Hochachtungsvoll,
Rasch Rechtsanwälte

Vorgeworfen wird den Empfängern der Mail also das illegale Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten wie Filmen oder Musik.

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Neues Widerrufsrecht: Ist Online Shopping nun teurer?

Am 13.06.2014 trat das neue Widerrufsrecht in Kraft. Für Shopbeteiber und Händler, aber auch für die Kunden hat sich vieles geändert. Der wichtigste Punkt: Daskostenlose Widerrufsrecht gehört der Vergangenheit an.

Kein kostenloser Widerruf mehr möglich

Die Überschrift ist eigentlich falsch. Natürlich kostet der Widerruf selbst auch seit dem 13.6.2014 für die Kunden kein Geld. ABER: Der Shopbetreiber kann entscheiden, ob er oder der Kunde die Kosten der Rücksendung tragen muss.

Viele vor allem kleinere und mittelgroße Händler haben bereits angekündigt, dass Sie von dieser Möglichkeit auch Gebrauch machen werden, vor allem um die in bestimmten Branchen immensen Retourkosten und Mehrfachbestellungen einzudämmen.

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Firmenwebsite: Wann können Mitarbeiter Informationen über sich löschen lassen?

Das Arbeitsverhältnis endet, doch die Informationen, die einen weiter als Mitarbeiter auf der Unternehmenswebsite ausweisen, bleiben. Die Chancen ehemaliger Beschäftigter, ihre Daten löschen zu lassen, hängen dabei wesentlich von den Inahlten und der Darstellung auf der Website ab.

Mitarbeiterdaten im Netz

Wer sich die Internetauftritte von Unternehmen ansieht, erfährt inzwischen immer öfter auch etwas über ihre Mitarbeiter. Dafür gibt es gute Gründe, schafft es doch Vertrauen und eine erste Nähe zu möglichen Kunden. Besonders vorteilhaft ist das gerade dann, wenn Expertenwissen und der persönliche Kontakt zum Geschäftsmodell gehören. Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer herrscht über die Mitarbeitervorstellung dabei meist solange Einklang, bis das Arbeitsverhältnis und damit der Mitarbeiterbezug zum Unternehmen enden. Denn von nun an möchten viele nur noch mit ihrer neuen Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber oder als Selbstständiger assoziiert werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

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Heartbleed Remover: Vorsicht bei angeblichen Sicherheits-Tools

Schwere Sicherheitslücken, gestohlene Kundendaten und fiese Phishing-Mails – die Nachrichten überschlagen sich derzeit und sorgen für Besorgnis. Diese Sorge nutzen Cyberkriminelle aus und versenden e-Mails mit einem angeblich hilfreichen Tool namens „Heartbleed Remover“.

Heartbleed Remover ist eine Schadsoftware

Laut Sicherheitsexperten des Unternehmens McAfee werden von Hackern E-Mails mit einem angeblich nützlichen Sicherheits-Tool versendet, das vor der gefährlichen Heartbleed-Lücke schützen soll. Die Heartbleed-Lücke entstand durch einen Fehler in OpenSSL. Hacker können diese ausnutzen und Zugriff auf Daten eines Servers erhalten. Die Sicherheitslücke kann nicht durch einen Patch geschlossen werden. Was bedeutet, dass Internetnutzer dagegen nichts tun können. Nur die Betreiber von Netzwerk-Routern und Servern können entsprechende Updates durchführen.

Der mit der betrügerischen E-Mail mitgesendeten „Heartbleed Remover“ ist eine Schadsoftware. Wer die Datei im Anhang ausführt, infiziert damit seinen Rechner. Schutz bietet derzeit nur der …

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Google: Suchmaschine stellt für Löschanträge Online-Formular bereit

Laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuHG), das vor etwa zwei Wochen gefällt wurde, haben Internetnutzer ein Recht auf „Vergessenwerden“ und können ab sofort personenbezogene Suchergebnisse auf Antrag löschen lassen. Google setzt das Urteil jetzt um und stellt für diesen Zweck ein Online-Formular auf seinen Webseiten bereit.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Löschung gegeben sein?

Google wird jeden einzelnen Antrag auf Löschung individuell prüfen. Dabei wird das Unternehmen zwischen den Datenschutzrechten des Antragsstellers und dem Recht der Öffentlichkeit auf Auskunft und Informationsweitergabe abwägen, heißt es auf der Formular-Seite von Google. Im Formular soll der Antragsteller seinen vollständigen Namen, eine Kontakt-E-Mail-Adresse sowie die URL´s angeben, für die ein Löschantrag gestellt wird. Während Google vor Kurzem noch eine Personalausweis-Kopie als Nachweis der Identität verlangte, so heißt es heute auf der Webseite, dass ein“ identifizierendes Dokument“ benötigt wird. Statt einer Kopie des Personalausweises reicht auch die Kopie eines gültigen Führerscheins aus. Diesen Punkt bemängelte der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar, woraufhin Google diese Forderung noch am gleichen Tag im Formular abänderte.

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Neues Projekt „Mobbing stoppen“ jetzt auch in deutscher Sprache online

Das neue Projekt „Mobbing stoppen!“ ist eine Informations-Webseite von Facebook, die am heutigen Tag auch in deutscher Sprache online gegangen ist. Die Infoseite richtet sich an jugendliche Mobbing-Opfer, aber auch an Eltern, Lehrer und der Tat beschuldigte Nutzer.

Anti-Mobbing-Projekt soll vorbeugen

Nach der Meldung eines Mobbing-Falles bei Facebook, wird der Nutzer direkt zum neuen Projekt weitergeleitet. Auf der Infoseite soll der Nutzer wichtige Info und Empfehlungen zum Thema Mobbing erhalten. Auch Nutzern, denen Mobbing vorgeworfen wird, können auf der neuen Projektseite Hilfe und Informationen finden.

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BGH: Abofallen im Internet sind Betrug

Die Schlinge für Betreiber von Abo-Fallen wird enger – nicht nur, dass durch das Button-Gesetz deutlich auf eine Zahlungspflicht hingewiesen werden muss. Nun hatte sich auch der Bundesgerichtshof damit zu beschäftigen, inwieweit das Betreiben einer Abofalle eine Betrugshandlung darstellt.

Landgericht Frankfurt sah versuchten Betrug

In einem vorangegangenen Verfahren hatten die Richter des Landgerichts Frankfurt den Betreiber einer Abofalle wegen versuchten Betruges verurteilt. Dieser hatte im Internet diverse entgeltpflichtige Internetseiten betrieben, die allesamt eine ähnliche Struktur aufwiesen – darunter auch einen Routenplaner. Vor der Nutzung des Routenplaners musste sich der Nutzer allerdings mit seinen Kontaktdaten sowie seinem Geburtsdatum registrieren. Mit Klick auf einen Button „Route berechnen“ wurde daraufhin ein kostenpflichtiges 3-monatiges Abo zum Preis von 59,95 EUR geschlossen.

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Nach Hackerangriff sollen alle Nutzer ihre Passwörter ändern

Mehr als 145 Millionen eBay-Nutzer sind vom Hackerangriff auf die Internethandelsplattform vom Datendiebstahl betroffen. eBay ruft seine Nutzer auf, umgehend die Passwörter zu ändern, denn auch diese wurden zusammen mit den persönlichen Daten entwendet.

Passwörter wurden vermutlich nicht geknackt

Ein eBay-Sprecher erklärt gegenüber der Süddeutschen.de, dass bisher keine Indizien gefunden wurden, dass die Passwörter geknackt wurden. eBay verschlüsselt Passwörter mit einer relativ sicheren Verschlüsselungstechnik, die sich Salt & Hash nennt. Die Angreifer haben durch den Hackerangriff jedoch dazu die Kundennamen, Wohnadressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten entwendet. Zahlungsinformationen sowie PayPal-Daten befinden sich auf anderen Servern und sind laut eBay nicht vom Hack betroffen.

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Vorsicht Falle: So zocken Kriminelle Facebook-Nutzer mit falschen Profilen ab

Kriminelle haben sich einen neuen Trick einfallen lassen, mit dem sie Facebook-Nutzer relativ einfach um ihr Geld bringen. Dazu brauchen sie nur eine Handynummer und die Zusendungs eines Zahlencodes.

So funktioniert der Betrug

Die Kriminellen legen ein gefälschtes Profil an oder hacken direkt das Profil eines Facebook-Freundes. Dann senden sie dem Betroffenen eine Nachricht mit der Frage nach der Handynummer. Eine Mutter wurde beispielsweise mit dem Account einer Freundin ihrer Tochter angeschrieben, so dass diese denken musste, dass sie möglicherweise in Not ist und Hilfe braucht. Anschließend senden die Kriminellen einen Zahlencode via SMS und bitten darum, diesen Zahlencode über Facebook zuzusenden.

Zuvor hatten sich die Betrüger bei einem Online-Bezahldienst mit der Handynummer der Betroffenen und dem Zahlencode bei einem Bezahldienst angemeldet und konnten nun auf Kosten der Mutter im Internet einkaufen. Als man der Mutter weitere Zahlencodes zusendete, wurde sie misstraurisch und bestand auf einen Anruf. Daraufhin erhielt sie per SMS seltsame Nachrichten, die im schlechten Deutsch verfasst wurden. Erst dann wurde ihr klar, dass sie möglicherweise auf einen Trick hereingefallen war.

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