Urheberrecht: Wieviel Schadensersatz gibt es für Bilderklau bei eBay?

Verkauft man als Händler etwas bei eBay oder anderen Verkaufsplattformen, verwendet man Produktfotos um den Kunden das Produkt gut zu präsentieren. Dabei benutzen viele Verkäufer für ihre eigenen Produkte die Produktfotos von Konkurrenzhändlern. Das OLG Hamm hatte sich vor kurzem damit zu beschäftigen, wieviel Schadensersatz für eine solche Urheberrechtsverletzung gefordert werden darf.

Bilderklau stellt Urheberrechtsverletzung dar

Die Verwendung fremder (Produkt-)Fotos ohne die Erlaubnis des Urhebers stellt stets eineUrheberrechtsverletzung dar. Händler werden häufig für solche Verstöße bei eBay und anderen Handelsplattformen abgemahnt. Für die Abmahnung werden oft hohe Kosten berechnet, da einerseits Schadensersatz gezahlt werden soll und die angefallenen Rechtsanwaltskosten vom Abgemahnten zu tragen sind. Das Gesetz erlaubt in §97 II Urhebergesetz insgesamt drei Möglichkeiten der Schadensberechnung. Der Verletzte hat die Wahl zwischen

(1) dem Ersatz des konkret entstandenen Schadens
(2) der Zahlung des durch den Verletzer erzielten Gewinns oder
(3) der Zahlung einer fiktiven Lizenzgebühr im Wege einer sogenannten Lizenzanalogie.

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Arbeitsrecht: Fristlose Kündigung wegen Zigarettendiebstahls zulässig?

Immer wieder müssen sich deutsche Gerichte mit der Frage beschäftigen, welches Verhalten des Arbeitnehmers eine fristlose Kündigung rechtfertigt. Das Landesarbeitsgericht Hamm musste sich in diesem Zusammenhang fragen, ob der Arbeitgeber zu einer solchen Kündigung berechtigt ist, wenn der Angestellte Zigaretten entwendet.

Angestellter entwendet Zigaretten

Von der fristlosen Kündigung war ein leitender Angestellte in einem Einkaufs- und Getränkemarkt betroffen. Der Arbeitnehmer ging laut den Aussagen seines Arbeitgebers im Prozess bei seiner Tat besonders raffiniert vor: Da er wusste, dass auf den Kassenbereich, wo sich auch die Zigaretten befanden, eine Videokamera gerichtet war, veränderte er den Blickwinkel der Kamera. Er gab dabei später an, dass er an die Kamera nur zufällig beim Wechsel einer Neonröhre gekommen sei. Zudem stellte er einen Karton auf, der die Sicht auf den für den Arbeitnehmer interessanten Bereich weiter erschweren sollte. Hinter die Kasse habe er einen Eimer gestellt, in den er dann die Zigarettenstangen hineinlegte. Anschließend habe er den Eimer abgedeckt und diesen in eine abgelegene Ecke im Laden gebracht, um dort die Zigaretten an eine andere Person zu übergeben.

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Private Internetnutzung am Arbeitsplatz: Drohen Kündigung und Aufhebungsvertrag?

Hat der Arbeitgeber die private Nutzung des Internets und das Verschicken privater E-Mails verboten, darf er stichprobenartig überprüfen, ob sich seine Mitarbeiter an das Verbot halten. Entdeckt er dabei, dass ein Beschäftigter das Internet dennoch zu privaten Zwecken nutzt, muss dieser mit einer Abmahnung und im schlimmsten Fall mit einer Kündigung rechnen.

Privatnutzung von Internet, Diensthandy und E-Mailadresse

Doch ist der Arbeitgeber ferner berechtigt, mit einer fristlosen Kündigung zu drohen, wenn der Internetsurfer keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben möchte? Ein Beschäftigter wurde trotz eines ausdrücklichen Verbots bei der privaten Nutzung des Internets, seines Diensthandys und seiner dienstlichen E-Mail-Adresse während der Arbeitszeit erwischt und daraufhin abgemahnt. Ferner wurde ein Mitarbeiter gebeten, seinen Kollegen zu beobachten und ein erneutes Fehlverhalten zu melden. Dabei fiel auf, dass der Abgemahnte weiterhin Privat-E-Mails verschickte und das Internet sowie das Diensthandy für persönliche Zwecke nutzte.

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Internet Explorer: Gefährliche Sicherheitslücke entdeckt

In sämtlichen Medien wird davor gewarnt, derzeit den Internet Explorer zu nutzen. Am Wochenende wurde eine Sicherheitslücke entdeckt, die alle IE-Versionen betrifft.

US-Regierung warnt vor der Nutzung des IE

Selbst das US-Heimatschutzministerium warnt vor der derzeitigen Nutzung des Internet Explorers und rät, alternative Browser zu nutzen, bis die Sicherheitslücke geschlossen wurde. Die Sicherheitslücke bietet Angreifern die Möglichkeit, Computer komplett zu übernehmen. Die Schwachstelle wurde am letzten Samstag von Microsoft bestätigt. Es ist noch nicht bekannt, wann Microsoft ein Sicherheits-Update zur Verfügung stellt. Das US-Computer Emergency Readniness Team (US-Cert) empfiehlt Internet Explorer-Nutzern das „Enhanced Mitigation Experience Toolkit“, kurz EMET, auf ihren Computer auszuführen.

Maßnahmen zur Erhöhung der PC-Sicherheit

Bis jetzt werden nur die aktuelleren Versionen des IE aktiv angegriffen. Betroffen sind vor allem die Versionen 9-11. Microsoft rät, den Internet Explorer im Modus „Verstärkte Sicherheitskonfiguration“ zu nutzen und mit einem Benutzer-Profil statt als Administrator zu agieren. Der Grund ist, dass Benutzer weniger Rechte besitzen als Administratoren.

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Das BSI warnt: Schwere Sicherheitslücke in Vodafone-Routern

Es gibt eine gravierende Sicherheitslücke in Vodafone-Routern. Angreifer können vertrauliche Informationen der Kunden kopieren oder den Internetzugang für illegale Aktivitäten nutzen. Vodafone kennt die Schwachstelle seit Monaten, nun warnt das Bundesamt BSI.

Mehr unter http://www.spiegel.de/netzwelt/web/easybox-802-und-803-schwere-sicherheitsluecke-in-vodafone-routern-a-914857.html

Neue Schadsoftware im Umlauf

Aktuell ist eine neue Version des BKA-Trojaners im Umlauf. Infizierte Computer blenden beim Start des Geräts eine Meldung ein, demnach auf dem Computer angebliche Raubkopien entdeckt worden seien. Sowohl die echte GVU als auch das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) warnten bereits vor der schädlichen Malware.

Die Schadsoftware fordert die Nutzer auf, eine Mahngebühr von 50 oder 100 Euro zu zahlen. Erst dann werde der Computer wieder freigegeben. Gezahlt werden soll via Paysafe- oder Ukash-Guthabenkarten, welche an Tankstellen und Kiosken erworben werden können. Problem dabei ist, dass der Zahlungsweg über die Guthabenkarten sich so gut wie nicht zurückverfolgen lässt.

Ausserdem führte die Zahlung bisher in keinem Fall dazu, dass der PC wieder benutzbar war.

Falls Ihr PC von einem dieser Schädlinge befallen ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Vernunftentscheidung

2014 endet der Zeitraum, in dem Microsoft Windows XP mit Sicherheits-Updates versorgt. Damit enden 12 Jahre Flickschusterei mit Updates, Patches, Service Packs. Für einen Menschen die Zeit von der Geburt bis zur Pubertät.

Es gibt Menschen, die freuen sich auf diese Zeit ohne Patches: Hacker, die darauf warten, Löcher auszunutzen, die auch in der Zukunft nicht mehr geschlossen werden. Eine Schafherde ohne Schäfer ist für den Wolf ein Festmahl auf dem Präsentierteller.

Auf wie vielen Rechnern wird ab 2014 noch Windows XP laufen? „Never change a running System“ funktionierte über 10 Jahre, warum grade jetzt etwas daran ändern? Wie viele Menschen wird diese verhängnisvolle Bequemlichkeit ereilen?

Als Windows XP entwickelt wurde, spielte die Sicherheit nur eine untergeordnete Rolle. Erst 3 Jahre nach Marktstart wurde eine Firewall nachgereicht, Virenscanner haben quasi die volle Verantwortung für die Sicherheit des Systems, XP selbst übt sich hier in Zurückhaltung.

Oft höre ich „XP reicht mir doch, ist nie was passiert“, „ich passe doch beim Surfen auf, mein kostenloser Virenschutz reicht“, „Windows 7/8 ist viel zu kompliziert“. Ab und zu wird jemand aus dieser naiven Weltsicht erweckt, zum Beispiel durch einen Drive-by-Download, dann werden die Kommentare leiser.

Andere Stimmen sagen: „ich steige um, sobald Microsoft die Updates einstellt“. Bei diesen Hauruck-Aktionen gilt aber meist ein Grundsatz: Geht irgendetwas schief, gibt es keinen Weg mehr zurück – nicht mal mehr, um per eMail um Hilfe zu bitten.

Plant man die Umstellung in Ruhe vorher, kann XP gut längere Zeit parallel laufen, so dass benötigte Daten verhältnismäßig bequem und ganz ohne Zeitdruck ins neue System übertragen werden können. Ein Backup vom heutigen System kann später – falls nötig – in einer virtuellen Maschine weiterhin gelesen werden, um vergessene Daten zu migrieren.

JETZT ist aus meiner Sicht der richtige Zeitpunkt, sich vom „technologischen Rentner Windows XP“ langsam zu verabschieden. Das muss ja nicht von heute auf morgen passieren.

Ein Kunde fragte mich seinerzeit, wie ich den Umstieg von XP auf ein neueres Windows bezeichne – ich antwortete ihm kurz: „Vernunftentscheidung“.